Heilbronner Sinfonie Orchester - Bild Konzertreihe

2. Konzert | Konzertreihe 2019/2020

Sonntag, 10. November 2019

PHANTASTISCH!


Konzert- und Kongresszentrum Harmonie Heilbronn

Theodor-Heuss-Saal

Beginn: 19:30 Uhr

Dirigent: Alois Seidlmeier



Ragna Schirmer
Die in Hildesheim geborene Pianistin Ragna Schirmer hat sich Laufe ihrer Karriere international einen erstklassigen Ruf erworben. Dabei wird sie nicht allein für ihr breit gefächertes Repertoire geschätzt, das von Bachs großen Klavierzyklen bis zu zeitgenössischen Werken reicht. Gewürdigt wird die Pianistin besonders für ihr stilistisches Feingefühl und für ihre nuancierten Interpretationen, die Werke bis in die kleinsten Details ausloten. Ihr außergewöhnliches Können wurde durch zahlreiche Preise anerkannt, unter anderem war sie gleich zweimal Preisträgerin des begehrten „Echo-Klassik“. Ragna Schirmer gewann 1992 und 1998 den Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb, ein Doppelerfolg, den bislang kein anderer Künstler erreichen konnte. Ragna Schirmer musiziert mit den bedeutendsten Dirigenten und den führenden Orchestern weltweit und ist Gast bei den renommiertesten Festivals. Ihre umfangreiche Diskographie umfasst neben Aufnahmen von Bach, Händel und Haydn auch Werke von Beethoven, Brahms, Chopin, Mendelssohn, Schumann bis hin zu Schnittke und Gershwin. Am 16.2.2014 gastierte Ragna Schirmer im dem „Concerto in F“ von George Gershwin in Heilbronn – eine mit Bravo-Rufen aufgenommene Interpretation dieses Werkes.


PHANTASTISCH!

Carl Maria von Weber

Ouvertüre zu „Der Freischütz“

Clara Schumann


Klavierkonzert a-Moll op. 7

Hector Berlioz

Symphonie fantastique op. 14



Wenn eine Sinfonie den Beinamen „phantastisch“ verdient, dann ist es Berlioz’ 1830 entstandenes Meisterwerk. Der 27jährige Komponist war ein Schwärmer und ein extrovertierter Hitzkopf, und wenn er seinem Vater in diesem Jahr schreibt „Häufig empfinde ich ungewöhnliche Eindrücke, die schwer zu beschreiben sind, wahrscheinlich ist die nervöse Überspanntheit daran schuld, das ist ähnlich wie der Opiumrausch“, versteht man den fantastischen Farbenrausch, den er in seiner Sinfonie veranstaltet. Groß besetzte Blechbläser lärmen, eine einsame Oboe klagt aus der Ferne, Pauken lassen in mehrstimmigen Akkorden den Donner grollen, die grelle Es-Klarinette bläst zum Hexensabbat – Berlioz’ hier zusammengebraute Klänge sind legendär. Harfen und Glocken sind gar zum ersten Mal in einem Sinfonieorchester zu hören. Und wozu der riesige Aufwand, warum Verzweiflung, Hinrichtung und Höllenfahrt? Cherchez la femme – die übersteigerte Liebe zu einer Frau steckt dahinter, genau wie im „Freischütz“ von Carl Maria von Weber, Berlioz’ Idol und Vorbild.

In Clara Schumanns einzigem Klavierkonzert vernehmen wir eine weibliche Sicht auf das Thema: Im langsamen Satz hören wir eine Liebeserklärung, aber nicht im übersteigerten Überschwang des Rausches, sondern intim und sehnsuchtsvoll. Das Konzert, das Clara Schumann als Sechzehnjährige schrieb, ist eine längst fällige Entdeckung und kommt zu ihrem 200. Geburtstag bei uns zur Aufführung.


Die Eintrittskarte gilt ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn und danach bis Betriebsschluss als Fahrschein in den Bussen und Bahnen des HNV.

Ragna Schirmer
© Maike Helbig

Ragna Schirmer

Klavier

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