
4. Konzert | Konzertreihe 2026/2027
Sonntag, 31. Januar 2027
BEETHOVEN PUR
Konzert- und Kongresszentrum Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal
Dirigent: Alois Seidlmeier
BEETHOVEN PUR
Ludwig van Beethoven
Violinkonzert D-Dur op. 61
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Darius Preuss . VIOLINE
Ludwig van Beethoven hatte nicht unbedingt das schönste Leben – kein Glück bei den Frauen, Zeitgenossen, die seine Genialität oft nicht verstanden, und ein fatales Gehörleiden, das ihn schließlich in die Taubheit stürzte. Von Pech geprägt waren auch die Feierlichkeiten zu seinem 250. Geburtstag im Jahre 2020: Durch schlechtes Timing des Weltgeistes fiel dieser Geburtstag bekanntlich in eine Zeit, in der pandemiebedingt nicht nur seine Jubelparty weitestgehend ausfallen musste. Nun, sieben Jahre später, steht das nächste Beethoven-Jahr an, und wir hoffen sehr, dass die Jubiläumsveranstaltungen zu seinem 200. Todestag wie geplant über die Bühnen dieser Welt gehen können.
Man könnte ein solches Jubiläumsjahr auf ganz verschiedene Weise begehen: Ein Konzertprogramm aus kleineren Stücken und Raritäten aus Beethovens Feder zusammenstellen, zeitgenössische Stücke, die auf Beethoven Bezug nehmen, in einem Programm versammeln, oder – weil ohnehin gerade alle Welt Beethoven spielt – das Jubiläum mit Bedacht ignorieren. Wir haben uns für eine andere Lösung entschieden und präsentieren – wenn schon, denn schon! – zwei Werke Beethovens, die zu seinen bekanntesten zählen: Die unvergleichlich persönliche und mitreißende „Fünfte“, die vor Energie, Revolutionslust und Dramatik nur so strotzt, und das betörende Violinkonzert, das zwar zur gleichen Zeit entstanden ist, aber einen ganz anderen Ton anschlägt wie die c-Moll-Sinfonie. Hier herrscht abgeklärte Anmut und Schönheit, und die Vermeidung von geigerischer Effekthascherei wird mehr als aufgewogen durch die heitere, freundliche und überirdisch schöne Tonsprache. Dieser weitgehende Verzicht auf virtuose Akrobatik stand dem Konzert zunächst im Weg, aber spätestens seit der Wiederaufführung durch Felix Mendelssohn und Joseph Joachim, fast vierzig Jahre später, hat sich das Werk als eines der bedeutendsten Violinkonzerte überhaupt im Konzertleben durchgesetzt. Häufig wird behauptet, es eigne sich nicht für junge Musiker – der in Heilbronn bestens bekannte Geiger Darius Preuß wird den Gegenbeweis antreten. Er, der das HSO-Publikum 2024 mit Chatschaturjans Violinkonzert zu Standing Ovations hingerissen hat, wird uns mit dem Beethoven-Konzert trotz seiner 21 Jahre ebenfalls begeistern. Und schließlich war Joseph Joachim beim erwähnten Konzert unter Mendelssohn erst 13 Jahre alt…
Darius Preuß
Der Geiger Darius Preuß (2004) zählt zu den herausragenden Nachwuchsviolinisten seiner Generation. Er begann im Alter von vier Jahren mit dem Violinspiel und wurde bereits mit elf Jahren als Jungstudent in das Pre-College der Hochschule für Musik und Tanz Köln aufgenommen. Seit 2022 studiert er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Ulf Wallin und ist seit 2024 Teil des Stretton Excellence Mentorship Program, in dessen Rahmen er regelmäßig von Leonidas Kavakos unterrichtet wird. Darius Preuß ist vielfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe und wurde unter anderem mit dem Ferdinand-Trimborn-Förderpreis sowie dem Eduard-Söring-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Als Solist konzertierte er bereits mit Orchestern wie den Bochumer Symphonikern, den Berliner Barocksolisten und der Neuen Philharmonie Westfalen.
Darius Preuß spielt eine Violine von Camillus Camilli aus dem Jahr 1739, eine Leihgabe der Stretton Society.
Die Eintrittskarte gilt ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn und danach bis Betriebsschluss als Fahrschein in den Bussen und Bahnen des HNV.
Einführung zum Konzert – für alle, die mehr wissen wollen!
Vor dem Konzert gibt es wertvolle Einblicke in das Programm: Am Konzerttag von 17:15 bis 17:45 Uhr im Theodor-Heuss-Saal der Harmonie Heilbronn. Andreas Benz oder Dr. Hermann Forschner führen mit spannenden Erläuterungen und Klangbeispielen in die Werke des Abends ein.
Die Teilnahme ist mit Ihrer Konzertkarte kostenlos.
Nicht verpassen – ein Wissensvorsprung, der das Konzerterlebnis noch intensiver macht!


